Die ersten Zähne

Der erste Zahn (meist im Unterkiefer ein Schneidezahn) durchbricht ca. im 4.-6. Monat die Schleimhaut. Die Reihenfolge des Zahndurchbruches ist fast immer gleich, kann jedoch individuell etwas früher oder später erfolgen. Bei Abweichungen von einigen Monaten besteht in der Regel kein Grund zur Sorge.
Mit einem Jahr sind meist alle acht Schneidezähne durchgebrochen und mit zwei Jahren alle Milchzähne zu sehen. Das vollständige Milchgebiss enthält 20 Milchzähne, jeweils im Oberkiefer und im Unterkiefer vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und vier Backenzähne.   

Durchbruchsreihenfolge:

 6. Monat: erster Schneidezahn Unterkiefer
 7. Monat: zweiter Schneidezahn Unterkiefer
 8. Monat: erster Schneidezahn Oberkiefer
 9. Monat: zweiter Schneidezahn Oberkiefer
12. Monat: erster Backenzahn Unterkiefer
14. Monat: erster Backenzahn Oberkiefer
16. Monat: Eckzahn Unterkiefer
18. Monat: Eckzahn Oberkiefer
20. Monat: zweiter Backenzahn Unterkiefer
24. Monat: zweiter Backenzahn Oberkiefer

Zahnen ist ein ganz normaler Vorgang. Viele Babys bekommen ihre Zähne auch ohne Probleme. Das erste Anzeichen für einen neuen Zahn: das Baby „sabbert" stärker und beißt ständig auf der Rassel oder dem Beißring herum. Geben Sie Ihrem Kind etwas Hartes auf dem es herumkauen kann, um Spannungen abzubauen. Kälte mindert die Durchblutung, lindert Schmerzen und hemmt Entzündungen. Daher sind besonders Beißringe mit Kühlmasse geeignet (beim Kauf vergewissern, dass die Hülle weichmacherfrei und der Inhalt ungiftig ist!). Weitere Beißinstrumente aus dem Kühlschrank können zum Beispiel Karotten, Gurken oder Kohlrabistücke sein. Allerdings sollte man alle essbaren Beißspielsachen dem Kind nur unter Aufsicht überlassen, damit man sofort merkt, wenn der kleine Zahner sich verschluckt.
Manche Kinder sind aber regelrecht krank, wenn die Milchzähne durchbrechen. Oft juckt und schmerzt das geschwollene Zahnfleisch und macht den Kleinen zu schaffen, vor allem bei den Eck- und Backenzähnen. Jeder Zahn wird dann teilweise begleitet von Wundsein und Durchfall oder einer Erkältung und Schmerzen. Bei rotem und wundem Zahnfleisch hilft oft ein Zahnungsgel aus der Apotheke. Dieses wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Vielfach helfen bei Schmerzen auch Kamillen- oder Salbeitee, der auf das Zahnfleisch getupft wird. Wenn Ihr Kind mehrere Tage fiebert oder sie sich nicht sicher sind, ob die Beschwerden Ihres Kindes auf die Zahnung zurückzuführen sind, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen.

Milchzähne

Zahnärztliche
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Dr. Wolfgang Neuhaus
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