Fluorid ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Es sorgt für die normale Entwicklung des Knochengerüstes und der Zähne. Die Mineralisation der Zahnsubstanz wird durch Fluorid verbessert
und die Zähne so härter und resistenter gegen Karies. Anders als früher wird heute davon ausgegangen, dass diese kariesprophylaktische Wirkung nicht hauptsächlich in der Zahnentwicklung, sondern erst nach dem Durchbruch der Zähne am
effektivsten ist. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine lokale Anwendung (in Form von Zahnpasten, Lacken oder Gelen) einer systemischen (wie die früher
gegebenen Fluoridtabletten) vorzuziehen ist. Eine Überdosierung von Fluorid sollte unbedingt vermieden werden, da es zu Schäden an den bleibenden Zähnen in Form von unschönen weißen nicht entfernbaren Schmelzflecken kommen kann.
Daher empfehlen wir angelehnt an die aktuelle Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Zahnmedizin im Normalfall keine Gabe von Fluoridtabletten. Je nach Wohnort ist
Fluorid in unterschiedlichen Konzentrationen bereits im Trinkwasser enthalten, auch Mineralwässer enthalten Fluorid. Eine ausreichende Fluoridzufuhr ist in nahezu jedem Fall gewährleistet, wenn Sie zusätzlich in ihrer Küche fluoridiertes Speisesalz verwenden. Bereits ab dem Durchbruch des ersten Zahnes sollten dann fluoridierte Zahnpasten
verwenden werden. Putzen sie im ersten Lebensjahr ein Mal täglich und ab dem zweiten Lebensjahr zwei Mal täglich die Zähne Ihres Kindes mit einer erbsengroßen
Menge fluoridierter Kinderzahnpasta (mit 500 ppm). Ab dem 6. Lebensjahr sollte normale fluoridierte Erwachsenenzahnpasta (mit 1000ppm) verwendet werden.
Zahnärztliche
Gemeinschaftspraxis
Dr. Wolfgang Neuhaus
Dr. Sebastian Schulte
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