Was sind Zahnaufheller und wie funktionieren sie?
Das eingesetzte Bleichmittel für die Zahnaufhellung ist das Wasserstoffperoxyd
mit seinen Zerfallsprodukten (Radikale, Hydroxyl- oder Perhydroxylionen). Diese aktiven Substanzen oxidieren die Farbstoffe im Zahn und bewirken unter Aufspaltung der Farbstoffe die Aufhellung.
Ist der Zahnaufheller schädlich für den Zahnschmelz oder das Zahnfleisch?
Zahlreiche Forschungsstudien haben gezeigt, dass das
Bleichen für die Zähne im Allgemeinen unschädlich ist. Die modernen eingesetzten Mittel sind pH-neutral und greifen die Zähne nicht an. Wir können daher heute mit gutem Gewissen eine zahnsubstanzschonende Aufhellung anbieten, denn nach
derzeit vorliegendem wissenschaftlichen Stand ergibt sich keine negative Beeinträchtigung der Zahnhartsubstanz. Unter Beachtung der entsprechenden Anwendungsvorschriften (d.h. bei in der Zahnarztpraxis durchgeführter Therapie mit Abdeckung
des Zahnfleischrandes oder mit individuellen Schienen) ist auch keine Schädigung des Zahnfleisches zu erwarten.
Welche unterschiedlichen Methoden gibt es?
Worin unterscheiden sich das Bleaching beim Zahnarzt und die Aufheller aus der Drogerie?
Die meisten der angebotenen Substanzen
bewirken unzweifelhaft auch eine Aufhellung von Zähnen. Diese Zahnaufheller weisen jedoch eine niedrigere Konzentration der bleichenden Mittel auf oder verwenden andere Substanzen mit fraglicher Gesundheitsverträglichkeit. Sie erreichen
nicht die gleichen Aufhellungsergebnisse wie Methoden, die in der zahnärztlichen Praxis eingesetzt werden, zudem sind die Ergebnisse nicht so lang anhaltend. Nachteilig ist auch besonders, dass die frei verkäuflichen Bleachingsysteme
keinerlei Abdeckungsmöglichkeiten für Ihr empfindliches Zahnfleisch enthalten. So kann es bei unsachgemäßer Anwendung zu Verätzungen des Zahnfleisches kommen.
Die Zeitschrift namenhafte Testzeitschrift hat in ihrem Jahrbuch 2006 Aufheller
untersucht: Die Bleichmittel für den Zahnarzt schnitten deutlich besser ab als die frei zugänglichen Produkte. Fast die Hälfte der frei erhältlichen Produkte bekam die Note „ungenügend".
Wir halten die fehlende vorherige Diagnostik
und begleitende Beaufsichtigung des Bleichens durch eine fachlich ausgebildete Person für sehr bedenklich.
Oftmals wird das Bleichen der Zähne im Volksmund mit dem Bleichen von Haaren verglichen (auch wenn dieser Vergleich nicht ohne
weiteres richtig ist). Es sollte schon hierbei auffallen, dass man sich beim Bleichen der Zähne keine Fehler erlauben sollte – denn Zähne wachsen leider nicht einfach nach…
2) Praxis-Bleaching
Bei dem Bleichen der Zähne
in der Zahnarztpraxis wird ein höher konzentriertes Bleichmittel verwendet. Nach vorherigem Schutz des Zahnfleisches mit einem speziellen Abdichtmittel wird die Substanz direkt auf die Zahnoberflächen aufgebracht.
Sie verbleibt dort für
ca. 15-30 Minuten. Diese Methode ist vorteilhaft, wenn das Tragen von Schienen unangenehm empfunden wird und ein schnelleres Aufhellen der Zähne erwünscht ist.
3) „Do it Yourself“-Bleaching
Derzeit
werden in Drogerien, Apotheken bzw. Supermärkten unterschiedlichste Gele, Lacke oder entsprechende Klebestreifen angeboten. Wir möchten ausdrücklich warnen vor unkontrollierten Eigenbehandlungen mit frei verkäuflichen, meist säurehaltigen
Aufhellungsprodukten und nicht passgenauen Gebissschienen. Diese schaden oft sowohl den Zähnen als auch dem umgebenden Gewebe.
1) Homebleaching
Bei dem
Bleichen der Zähne zu Hause werden zunächst Abdrücke beider Zahnreihen genommen, mit deren Hilfe individuell angepasst Bleichschienen aus Kunststoff hergestellt werden. Die Schiene wird mit einem Gel gefüllt (siehe Foto) und je nach
Gelkonzentration für 3-5 Stunden am Tag oder über die ganze Nacht getragen.
Je nach Verfärbung der Zähne sind mehrere (4-8) Behandlungsgänge (Tage) erforderlich.
Zahnärztliche
Gemeinschaftspraxis
Dr. Wolfgang Neuhaus
Dr. Sebastian Schulte
Sprechzeiten
nach Vereinbarung
Tel.: 0231/73 34 66